Herzlich Willkommen
Die Rätische Vereinigung für Familienforschung RVFF wurde am 24.April 1999 gegründet. Sie vereinigt heute rund 100 an der Vergangenheit der eigenen Familie, an Genealogie, Geschichte und Kultur interessierte Personen im Kanton Graubünden, dem grenznahen Rheintal, dem Fürstentum Liechtenstein, im Kanton Tessin und einige abgewanderte Heimwehbündner.
Die RVFF bietet ihren Mitgliedern ein interessantes, abwechslungsreiches Programm mit acht bis zehn Veranstaltungen pro Jahr. Dem Vortrag über einen vergessenen Bündner Porträtmaler oder über die Ausbreitung einer Prättigauer Familie über den halben Erdball folgt vielleicht die Führung durch ein denkmalwürdiges Dorf des Albulatals oder der Ausflug ins vordere Safiental. Die Geschichte des Schlosses Marschlins und der vom Fachmann begleitete Gang durch die Churer Pulvermühle bereichern das Programm ebenso wie die Besichtigung des Frauenkulturarchivs Graubünden oder der Stiftung Capauliana.
Ein zweimal pro Jahr erscheinendes Mitteilungsblatt orientiert die Mitglieder der RVFF über das Veranstaltungsprogramm. Die Zusammenstellung Nützliche Hinweise enthält die Liste der von Mitgliedern bearbeiteten Geschlechter, Adressen der wichtigsten Institutionen und Adressen der Archive.
Ist Ihr Interesse geweckt? Hier finden Sie die Beitrittserklärung
Das aktuelle Mitteilungsblatt 77 August 2026
Terminkalender nächste Veranstaltungen
Alle Anlässe unserer Vereinigung sind öffentlich. Nehmen Sie Ihre Angehörigen, Freunde und Bekannten an unsere Veranstaltungen mit, Gäste sind immer willkommen.
Samstag 17.10.2026
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TypAllgemein
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OrtVaBene
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Linard Candreia: Zurück nach Marmorera
Über das kurze Leben des Auswanderers und Saisonniers Flurin Lozza (1870–1919) und seine Zeit
Schon mit sechzehn Jahren wird Flurin Lozza aus Marmorera zum Auswanderer: Wie so viele Bündner um die vorletzte Jahrhundertwende findet er ausserhalb der Talschaft und des Kantons kaum Arbeit und Lohn, zieht zunächst nach Spanien, dann nach Frankreich. Dort arbeitet er sich im Gastgewerbe hoch, wird Kellner und träumt vom eigenen Café – doch der Erfolg bleibt ihm verwehrt. Immer wieder wird er ausgenutzt und schikaniert, verliert seine Stellen, ist arbeitslos und krank, kehrt jeweils für eine Weile in die Heimat zurück, bis ihn Familienzwist, dörfliche Enge und finanzielle Not erneut fortziehen. Schliesslich heiratet er eine Einheimische und lässt sich nieder, doch der Kampf ums Auskommen der wachsenden Familie hört nicht auf.
Grundlage des Buches sind die akribisch geführten Tagebücher, die Flurin Lozza hinterlassen hat. Linard Candreia zitiert daraus und reichert die Aufzeichnungen mit Anekdoten und historischen Reminiszenzen an – so entsteht ein biografisch-historisches Mosaik über das Schicksal eines Bündner «Gastarbeiters».
Linard Candreia, aufgewachsen in Casti, lebt heute in Laufen BL, wo er als Sekundarlehrer Geschichte, Deutsch, Französisch und Italienisch unterrichtete. Er schreibt in den rätoromanischen Idiomen Surmiran und Sursilvan ebenso wie auf Deutsch – unter anderem Kurzgeschichten, Kolumnen und den «Impuls» für Radio Rumantsch. Für sein literarisches Schaffen wurde er mit dem Anerkennungspreis des Kantons Graubünden ausgezeichnet.
Samstag 21.11.2026
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TypAllgemein
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OrtVaBene
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TeilnehmerMitglieder
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Christina Schumacher: Anna Maria geht auf Glas
In Ihrem zweiten Buch widmet sich die in Tschappina aufgewachsene Christina Schumacher, ihrer Vorfahrin Anna Maria. Diese steht exemplarisch für die Frauen ihrer Zeit und ihres Standes. "Anna Maria geht auf Glas" zeichnet schonungslos genau und einfühlsam das Leben einer Frau im 19. Jahrhundert in der Gemeinde Tschappina auf. Anna Maria wurde 1807 im hochgelegenen Weiler Inner Glas auf Tschappina geboren. Fernab der Bühne der welt- politischen Ereignisse, von denen ihr ganzes Leben dennoch stets geprägt und beeinflusst war. Die Napoleonischen Kriege, der Wiener Kongress, der Ausbruch des Vulkans Tambora, das Jahr ohne Sommer, die Gründung der Schweiz, Epidemien, Hunger, Kriege, Auswanderung all die Ereignisse des 19. Jahrhunderts hatten auch ganz direkte Auswirkungen auf Anna Marias Leben. Ein Leben, das niemand dokumentiert und von dem keiner erzählt hat. Es war nicht aussergewöhnlich. Die Geschichte von Anna Maria hat es in dieser oder ähnlicher Form wohl immer wieder gegeben in den abgelegenen Gegenden des Kantons Graubünden. Sie steht exemplarisch für die Frauen ihrer Zeit und ihres Standes. Und genau deswegen muss sie erzählt werden. Weil sie vor allem auch eines ist: eine Geschichte von Resilienz und Stärke.
Freitag 29.01.2027
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TypAllgemein
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OrtStaatsarchiv Graubünden
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TeilnehmerMitglieder
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Digitale Spuren im Staatsarchiv Graubünden
Unser erster Anlass im Januar führt uns ins Staatsarchiv Graubünden. Die Mitarbeitenden des Archivs informieren über aktuelle Entwicklungen und Angebote für Forschende. Dabei erfahren wir unter anderem, wie der Stand beim digitalen Lesesaal ist, welche Findmittel und Quellen bereits online zugänglich sind und welche Möglichkeiten heute beim Zugriff auf Kirchenbücher bestehen.
Vorgestellt wird zudem das Scanzelt. Es ermöglicht Archivalien im Lesesaal mit dem eigenen Smartphone unter guten Lichtverhältnissen zu fotografieren und so bessere Arbeitsaufnahmen für die weitere Forschung zu erstellen.
Im zweiten Teil widmen wir uns den digitalen Hilfsmitteln für die Familienforschung. Anhand praktischer Beispiele zeigen wir, wie Künstliche Intelligenz (KI), Programme zur Handschriftenerkennung und weitere digitale Werkzeuge die genealogische Forschung unterstützen und neue Möglichkeiten bei der Auswertung historischer Quellen eröffnen. Dabei zeigen wir auch, wie die zuvor mit dem Smartphone erstellten Aufnahmen für diese digitalen Hilfsmittel weiterverwendet werden können.